Frau und Herr Böhner ( Weihnachtsfeier 1964--oder 1965 --mit Ami's oder Bundeswehr. Beide *Vereine* veranstalteten Weihnachtsfeiern auf dem Tempelhof. )
Das Merkmal der *Böhnergruppe*---alle Kinder/ Jugendlichen hatten die gleichen Frisuren. Sah aus wie : *Schüssel auf den Kopf und was unten 'rausschaute wurde abgeschnitten.*
In 1965 hatte ich beim Abriss des Gärtnereihauses den Knöchel gebrochen. Ich hatte Martin ( des Heimleiters Sohn ) vor der Raupe gerettet, mit der ein Arbeiter die Balken zusammen schob. Geriet bei der Aktion selber zwischen die Balken und der Fahrer hat mich nicht gesehen. Knöchel zermatscht.Krankenhaus. Lag da bis ein Arzt kam, den Stiefel runterzerrte und dann den Fuß drehte...ich hab geblökt wie ein Tier und wachte dann mit einen Gipsfuß im Heim wieder auf.
( Muss dazu schreiben: Weder beim Arzt, noch beim Zahnarzt wurden wir Heimkinder *normal* behandelt---wir waren ja *nicht's )
Im Sommer 1965 fuhr die erste Austauschgruppe nach Frankreich in ein Kinder-und Jugendheim. Etwa drei Jahre später war eine Gruppe aus diesem Heim für 3 (?) Wochen bei uns auf dem Tempelhof. ( Da war ich immer als Wochenendgast im Heim---aber das ist eine ander Geschichte.)
Zurück zur Frankreichfahrt. Ein Lehrer ( der lange in Frankreich gelebt hatte ) gab uns abends schnell Französischunterricht. Damit wir uns ( mit Unterstützung von Händen und Füßen ) einigermaßen verständigen konnten. ( Inzwischen wieder alles vergessen. )
Der Tag der Fahrt kam---und ich stand zum Abschied winkend unten im Hof. Wegen dem Gipsfuß durfte ich nicht mitfahren.
Mein *Erzieher* ( Wehrdienstverweigerer ) fuhr nach Stuttgart zu seinen Eltern und ich war allein in der Gruppe. Dann meinte der Heimleiter, ich solle in die Gruppe
Böhner gehen, damit ich nicht so allein sei. Also ging ich zu Böhner's und nach ein paar Tagen zum Heimleiter. Ich wollte wieder in meine Gruppe. Er fragte, warum?
Und ich sagte * Ich muss da raus. Die sind da alle bescheuert.* Ich habe den Sadisten Müller ( *Zornmüller*) überlebt. Aber die Böhner's waren mir unheimlich: Standen auf einmal da und guckten und guckten....drehten sich um und verschwanden. Das war am Tage so und auch nacht's. Da standen sie vor dem Bett ...ne..ne..total bekloppt.
Ich durfte wieder in meine Gruppe. Und da stand dann eines Tage mein Bruder vor der Tür...aber die Geschichte kennt ihr ja.
Was es noch von Böhner's zum erzählen gibt...
Als Auto besaßen sie einen kleinen Lloyd ( Kleinwagen ), den sie verscherbelten und kauften sich einen kleinen Fiat-Sportwagen.
Ihre Garage stand hinten am Weg nach Marktlustenau. Ein Gebilde komplett aus Wellblech.
Als Böhner's mit dem neuen Auto ankamen, war das halbe Heim versammelt. Stolz saßen sie in ihrem Auto ( Verdeck unten) und winkten huldvoll dem Pöbel zu. Fuhren in ihre Garage --und krachten voll gegen die Rückwand. Die Scheinwefer waren kaputt und irgendwie tropfte Wasser aus dem Auto. Sie hatten sich wohl etwas vertan mit dem Auto--keine Ahnung. Erst kam sie plärrend aus der Garage, dann er, wild um sich schauend. Er stiefelte auf uns zu und ich versuchte, das Lachen zu verkneifen. Ich konnte nicht anders--ich kreischte los-- dann begannen alle zu lachen. Wütend packte er seine Frau und stiefelte mit ihr davon.
Der lange Klaus ( Friede seiner Asche ) kam später als Neuer in meine Gruppe ( war bis dahin in der Böhnergruppe ) und erzählte, das er und noch ein paar aus der Gruppe die ganze Nacht im Duschraun eingesperrt waren, weil sie auch wegen dem *Unfall* gelacht hatten.
Das waren die Böhner's...
© Hippie



