Im Laufe des kommenden Jahren sollten sich die Kinder persönlich näherkommen, sich kennenlernen und sich jeweils ihr Wissensgebiet austauschen.. Ein hartes Jahr, vor allem war ihnen verboten, dieses Trainingscamp zu verlassen...für immer. Ihre Eltern, Geschwister, Verwandten und Freunde existieren nicht mehr. Am Ende dieses Jahres versammeln sie sich in bereits erwähntem Pennälerraum, wo ihnen ein Mann, nicht in schwarz, und eine Dame, in schwarz, erklärt, day sie in zwei Tagen mittels eines Spaceshuttles ihre kleine Reise zum Raumschiff auf der Mondrückseite unternehmen werden würden. Ein letzter Blick auf die umliegende Landschaft, die ausgerechnet jetzt in Saft und Blüte steht, sei ihnen vergönnt...per Monitor. Einige beginnen zu weinen und nehmen sich gegenseitig in die Arme, wie nun mal Kinder sind.
Sie erreichen nach zwei Tagen ihr Ziel in 4 Stunden und sind erstaunt über den Anblick der Arche. Ein riesiges Ding , zwei km lang und 500m breit. Es hat nach beiden Seiten Auswüchse in Form von gigantischen Kugeln und abgerundeten Spitzen. Nach dem die Kinder und die beiden „Alten“ eingestiegen sind, wird sozusagen eine Generalversammlung einberufen. Der Herr
ergreift das Wort, kurz und bündig: „Ihr habt nun die Möglichkeit, euch innert des nächsten Jahres mit diesem, will mal so sagen, Koloss vertraut zu machen. Dann must ihr alles wissen und
verstehen. Niemand wird euch helfen dabei, meine Kollegin und ich auch nicht, denn wir sind nicht auserwählt. Nun zur weiteren Erklärung: Der Computer an Bord ist eine Weiterentwicklung eines Typs, der nicht mehr auf der Bit und Byteebene agiert und reagiert, sondern auf den Atomkern zurückgreift. Dieser hat nicht nur ein, oder zwei Ladungseinheiten, ( Proton- Neutron ) sondern auch Quanten, die eine vielfache Möglichkeit bieten. Daher ist er auch in der Lage, kurzfristig zukünftige Voraussagungen zu machen. ( Siehe Doppelspaltexperiment, was heute noch ungeklärt ist ). Er reitet praktisch auf Wahrscheinlichkeitswellen. Kaji, du wirst das verstehen, oder? Der CP benötigt keine schriftlichen Eingaben, sondern reagiert auf Akustik, also eure Stimmen. Er ist lernfähig und weiß die Antwort, bevor ihr sie stellt.
Weiterhin hat das Schiff einen Fusionsantrieb ( Verschmelzung von Deuterium zu Helium ), Dieser Antrieb bringt euch auf halbe Lichtgeschwindigkeit, was allerdings viel zu langsam ist. Ihr werdet im Laufe der Jahre diesen Antrieb verbessern bis zur annähernden Lichtgeschwindigkeit, woher ihr den unendlich hohen Energieaufwand hernehmt, ist eure Sache. Gregor, hattest du Einstein seinerzeit nicht runtergemacht, von wegen E = mc²?
Also arbeite daran.
Des weiteren sind eure Unterkünfte für ca. 1.000 Menschen konzipiert und...“
Robert ist etwas konsterniert und wirft ein: „ Wieso für so viele? Wir sind doch nur zu zehnt?“
„Na denk' doch mal nach. Glaubst du, daß ihr in den vielen nächsten Jahren alleine sein werdet? Denn es werden sich Paare finden und binden und was kann das für Folgen haben? Richtig, Nachwuchs, Kinder und die benötigen ihren Platz. Unsere zehn Astronautchen werden nicht ewig leben und deren Kinder und Kindeskinder usw. ebenfalls nicht. Also Platz schaffen für Diejenigen, die eure Zukunft bedeuten. Deshalb fünf Jungen und fünf Mädchen...klar?“
„Ja, schon klar“ Dabei fröstelt ihn, daß er ein Ende dieser Reise niemals erleben würde.
Der Herr , er flüstert jetzt, sagt: „Euer neues Zuhause wird ab morgen dieses Raumschiff sein, für alle Zeiten und für Generationen nach euch. Also prägt euch ein, was ihr zuletzt saht auf Erden und gebt es weiter. Vergeßt nie, woher der Mensch kam und gebt ihm eine Chance, wo immer auch. Wir haben es verflucht nochmal verdient!“
Am nächsten Tag hebt das Raumschiff ab, wohin? Niemand weiß es, irgendwo, wo es einen Platz gibt, für die Menschen, einen Planeten, Exoplaneten, wo sie eine neue Heimat finden. Aber die wahre Heimat? Wer weiß...denn es gibt nur eine wahre Heimat.
Ab da an beginnt Robert mit den Tagebucheintragungen.