Ein halbes Jahr nach dem Aufbruch: Die Erde existiert nicht mehr und ihre Reste sind aufgrund der darauf extremen Verringerung der Zentrifugalkraft in die Sonne gestürzt.
Die Kinder haben sich an die Bordräumlichkeiten gewöhnt und... kein Blick zurück. Wiederum ein halbes Jahr später kennen die Kinder das Schiff in- und auswendig. Es hat das ihnen bekannte Sonnensystem längst verlassen und befindet sich auf dem Weg nach Irgendwo.
Eines Tages ruft das Bordhirn, also der Zentralcomputer, zur Lagebesprechung auf. Die Kinder nennen ihn liebevoll „Teddy“ weil sie ihre eigenen Stofftierchen nicht mitnehmen durften.
„Also“ sagt Teddy „Wohin soll die Reise gehen? Es gibt keine Anhaltspunkte für irgendein Ziel. Eines ist sicher, bei der Geschwindigkeit kommen wir nirgendwo hin, fast.“
Gregor der Physiker meint: „Wir müssen die Geschwindigkeit erhöhen. Wir sollten Lichtgeschwindigkeit erreichen“
Teddy seufzt, er ist ein sehr menschlicher Computer und meint: „Und dann? Dann sind wir lediglich doppelt so schnell, vorausgesetzt, wir haben die nötige Energie, die aber unendlich hoch sein wird.( Einstein ) Ich weiß nicht, wie das vonstatten gehen soll“
Gregor schaudert innerlich und weiß, daß er recht hat.
Teddy gibt allerdings zu bedenken, daß es aber noch besser, als nichts sei. Dann spricht er die unheilvollen Worte: „Meine lieben kleinen Intelligenzmonsterchen, leider ist es so, daß ihr und auch ich intelligenzmäßig auf dem
Stand des Neandertalers sind. Ihr müßt euch weiterentwickeln, ihr müßt euch genetisch verändern, ihr müßt euch einer beschleunigten Evolution unterwerfen. Nach mehreren Hunderttausenden von Jahren werdet ihr nicht mehr Homo Sapiens sein, sondern Homo SuperiorXXL“
Lili bekommt einen Schreikrampf „Nach wieviel Jahren?!!“
Teddy bleibt cool aber auch mnchmal brutal und flüstert. „Es könnte aber auch ein Milliönchen Jahren dauern“
Lili fällt in Ohnmacht und Kathi gleich hinterher, obwohl gerade sie es wissen müßte.
Teddy sagt: „Ich würde vorschlagen wir nehmen Aldebaran ( Stern im Sternbild des Stiers ca 65 Lichtjahre entfernt )als Ziel, der ist nur 65 Lj weit weg und der soll mind. einen Exoplaneten besitzen. Einverstanden?
Klar sind alle einverstanden, weil sie wissen, daß erst ihre Urenkel dort ankommen werden.
Robert führt gewissenhaft sein Tagebuch weiter.
15 Jahre nach dem dem Aufbruch kommen die ersten Kinder zur Raumwelt. Das kleine Söhnchen von Marga und Achmed stirbt kurz nach der Geburt. Daraufhin nimmt sich Marga Leben. Das kleine Mädchen von Sela und Jose kommt ohne Gliedmaßen ins All. Dort wird es für immer bleiben für alle Ewigkeit. Kathy und Gregor bekommen Zwillinge, die gesund sind. Kaji und Lili dürfen sich eines quirligen Töchterchens erfreuen. Lili stirbt zwei Tage später eines unerklärlichen Todes.
In den späteren Jahren gibt es noch mehrere Geburten, von denen die Hälfte überlebt.
80 Jahre nachdem Aufbruch sind alle Urväter und Urmütter tot. Ihre Kinder wissen nur noch vage, woher sie kamen. Sie können sich ein Leben außerhalb des Schiffes nicht vorstellen.
RobertI , Sohn von Robert führt wiederum gewissenhaft sein Tagebuch weiter.
Die vierte Generation führt sie endlich ans Ziel, ein Planet, ähnlich der Erde. Aber er besitzt kein Wasser, Grundlage des Lebens.
Verzweiflung macht sich breit und der Sinn der Reise wird in Frage gestellt.
„Teddy, was sollen wir machen? Es ist doch alles sinnlos!“ „Nicht den Mut verlieren, denn die Hoffnung stirbt....“ „Hör auf damit! Für was haben wir dich eigentlich!?“
„Tut mir leid, es ist noch zu früh, für euch und für mich, wir müssen uns alle weiterentwickeln“
Sie machen Fortschritte, Teddy und die Erbgutträger des Menschen. Eine neue Antriebstechnik wird erfunden, wo Zeit und Raum gekrümmt werden. Das Durchdringen von Wurmlöchern sollte ihnen nach weiteren 45 Generationen gelingen, aber es kommt immer auf das Selbe hinaus, kein Planet, keine neue Heimat.
Aber weitere 15 Generationen später wird ein Planet gefunden, ähnlich der der Erde. Da stimmt alles, Atmosphäre, Wasser und Schwerkraft. Sie landen, versorgen sich mit Wasser und Rohstoffen. Doch dann kommt das Grauen. Bei einem Erkundungsgang nehmen sie einen kleinen Trupp von...kleinen Menschenkindern wahr, so, wie sie einst vor Urzeiten waren. Sie sitzen an einem Waldesrand mit traurigen und bettelnden Gesichtern. Ein kleines Mädchen tritt vor und sagt: „Endlich habt ihr uns gefunden, nehmt uns mit auf euer Raumschiff, wir lieben euch doch“ Mads1200 ist erschüttert und sagt, daß sie alle mitkommen könnten und er ergreift ihre Hand. Das sollte ihn und der Hälfte des Trupps das Leben kosten.
Fortsetzung folgt
