Friedl war mittlerweile so neugierig geworden, was der Josef noch zu erzählen hatte, denn auch er wollte wissen, was es denn mit den Merkwürdigkeiten auf sich hatte und vor allem, was das mit ihm, dem Friedl, zu tun hatte? Ahnenforschung, was meinte er damit? In wiefern kam er darin vor. Seltsam, aber das würde ihm der Josef bestimmt erklären können. Er konnte kaum erwarten, was der Fremde noch so wusste und darum setzte er sich erwartungsvoll zu ihm, um ebenfalls eine Tasse Kaffee zu trinken. Josef Huber verstand und fuhr fort zu erzählen.
Dass der Sepp so gut zuhören konnte, freute ihn, denn das war er nicht so gewohnt bei seinen Angehörigen. Die winkten immer schnell ab, weil er, einmal ins reden gekommen, nicht mehr so schnell aufhören konnte. Also fuhr er fort.
Seine Mutter erzählte ihm vor vielen Jahren, dass er einen Bruder gehabt hatte, der aber leider im Babyalter verstorben sei. Die Umstände waren etwas mysteriös, und auf Nachfrage bei seiner Mutter, wiegelte diese schnell ab und wechselte das Thema. Josef glaubte, dass es die Mutter zu sehr schmerzte an dieses Kind erinnert zu werden und fortan fragte er nicht mehr nach. Trotzdem hätte er gerne etwas mehr gewusst, aber es sollten noch viele Jahre vergehen.