Beiträge von Hagiel

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    Das nicht Loslassen können bereitet Schmerz. Das Gefühl nicht gehen zu können, weil die Familie einen braucht, ist schlimm. Der Schritt vom Klammern zum sich Abfinden ist eine grosse Hürde. Ist dieser Schritt getan und man verinnerlicht dieses Unausweichliche, kann Frieden einkehren. Die Familie kann helfen, indem der Sterbende beruhigt wird und ihm das Gehen möglich gemacht wird, durch das Akzeptieren, dass es soweit ist. Das sind besondere Momente, die mit ganz viel Liebe einher gehen können und mit nichts vergleichbar ist. Das empfinde ich als Sterbebegleitung. Wer sich so verabschieden kann, und auch so verabschiedet wird, ist schon in einer besonderen Lage, denn leider ist es nicht immer möglich.

    Ich denke, es ist das Sterben selber was Angst macht. Keiner kann es sich aussuchen, (natürlich gibt es auch da Ausnahmen). Für diejenigen die an nichts mehr danach glauben, ebenso für diejenigen, die an ein Danach glauben.

    Weiterhin glaube ich, dass mit unserer Geburtsstunde auch unser Todeszeitpunkt feststeht.

    Hallo, liebe Selina!

    Dein Leben war nicht gerade einfach, von einer Bezugsperson, die Du gebraucht hättest, ganz zu schweigen. Um so beachtlicher finde ich es, dass Du durch Dein Kind Verantwortung für Dein Leben übernommen hast. Respekt.

    Hallo, lieber Johnny!

    Für Deinen Bericht bin ich Dir richtig dankbar, denn Du bist jetzt schon der Zweite, der schreibt, er sei dann mal zum Nachdenken gekommen. Genau , das ist der Knackpunkt, wo sich dann doch einiges zum Guten wendet. Mein Schatz sagt immer, wir haben einen Verstand, und ich sage, wir sind für u n s e r Leben verantwortlich, und das kann ich nur sein, wenn ich mich auch selber hinterfrage.

    Wenn ich selber resümiere, komme ich zu dem Schluss, wäre ich bei meinen Eltern geblieben, ich weiss nicht wo ich gelandet wäre. Bei allem, was ich erlebt habe, hat es mich doch zudem gemacht, was ich heute bin. Ich denke schon, dass ich heute ein glücklicher Mensch bin und mein Leben im Griff habe.

    Mit des Bräutigams Behagen
    Schwingt sich Ritter Kurt aufs Ross;
    Zu der Trauung soll's ihn tragen
    Auf der edlen Liebsten Schloss,
    Als am öden Felsenorte
    Drohend sich ein Gegner naht;
    Ohne Zögern, ohne Worte
    Schreiten sie zu rascher Tat.

    Lange schwankt des Kampfes Welle,
    Bis sich Kurt im Siege freut;
    Er entfernt sich von der Stelle,
    Überwinder und gebleut.
    Aber was er bald gewahrt
    In des Busches Zitterschein!
    Mit dem Säugling still gepaart,
    Schleicht ein Liebchen durch den Hain.

    Und sie winkt ihm auf das Plätzchen:
    "Lieber Herr, nicht so geschwind!
    Habt Ihr nichts an Euer Schätzchen,
    Habt Ihr nichts für Euer Kind?"
    Ihn durchglüht süße Flamme,
    Dass er nicht vorbei begehrt,
    Und er findet nun die Amme,
    Wie die Jungfrau, liebenswert.

    Doch er hört die Diener blasen,
    Denkt nun der hohen Braut,
    Und nun wird auf seinen Straßen
    Jahresfest und Markt so laut,
    Und er wählt in den Buden
    Manches Pfand und Lieb' und Huld;
    Aber ach! Da kommen Juden
    Mit dem Schein vertagter Schuld.

    Und nun halten die Gerichte
    Den behenden Ritter auf.
    O verteufelte Geschichte!
    Heldenhafter Lebenslauf!
    Soll ich heute mich gedulden?
    Die Verlegenheit ist groß.
    Widersacher, Weiber, Schulden,
    Ach! Kein Ritter wird sie los.

    Johann Wolfgang von Goethe

    Der untreue Knabe

    Es war ein Knabe frech genung,
    War erst aus Frankreich kommen,
    Der hatt' ein armes Mädel jung
    Gar oft in Arm genommen
    Und liebgekost und liebgeherzt,
    Als Bräutigam herumgescherzt
    Und endlich sie verlassen.

    Das braune Mädel das erfuhr,
    Vergingen ihr die Sinnen,
    Sie lacht' und weint' und bet't' und schwur;
    So fuhr die Seel' von hinnen.
    Die Stund', da sie verschieden war,
    Wird bang dem Buben, graust sein Haar,
    Es treibt ihn fort zu Pferde.

    Er gab die Sporen kreuz und quer
    Und ritt auf alle Seiten,
    Herüber, hinüber, hin und her,
    Kann keine Ruh' erreiten,
    Reit't sieben Tag und sieben Nacht;
    Es blitzt und donnert, stürmt und kracht,
    Die Fluten reißen über.

    Und reit't in Blitz und Wetterschein
    Gemäuerwerk entgegen,
    Bind't 's Pferd hauß' an und kriecht hinein
    Und duckt sich vor dem Regen.
    Und wie er tappt und wie er fühlt,
    Sich unter ihm die Erd' erwühlt;
    Er stürzt wohl hundert Klafter.

    Und als er sich ermannt vom Schlag,
    Sieht er drei Lichtlein schleichen.
    Er rafft sich auf und krabbelt nach;
    Die Lichtlein ferne weichen;
    Irrführen ihn, die Quer' und Läng',
    Trepp' auf, Trepp' ab, durch enge Gäng',
    Verfallne wüste Keller.

    Auf einmal steht er hoch im Saal,
    Sieht sitzen hundert Gäste,
    Hohläugig grinsen allzumal
    Und winken ihm zum Feste.
    Er sieht sein Schätzel untenan,
    Mit weißen Tüchern angetan,
    Die wendt sich -

    Johann Wolfgang von Goethe

    Ihr Lieben, kennt Ihr das noch?
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    Erlkönig

    Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
    Es ist der Vater mit seinem Kind;
    Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
    Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

    "Mein Sohn, was birgst Du so bang Dein Gesicht? -"
    "siehst, Vater, Du den Erlkönig nicht?
    Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif? - "
    "Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. -"

    "Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
    Gar schöne Spiele spiel' ich mit Dir;
    Manch bunte Blumen sind an dem Strand;
    Meine Mutter hat manch gülden Gewand."

    "Mein Vater, mein Vater, und hörest Du nicht,
    Was Erlenkönig mir leise verspricht? -"
    "Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind!
    In dürren Blättern säuselt der Wind. -"

    "Willst, feiner Knabe, Du mit mir gehn?
    Meine Töchter sollen Dich warten schön;
    Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn,
    Und wiegen und tanzen und singen Dich ein."

    "Mein Vater, mein Vater, und siehst Du nicht dort
    Erlkönigs Töchter am düstern Ort?" -
    "Mein Sohn, mein Sohn, ich seh' es genau;
    Es scheinen die alten Weiden so grau." -

    "Ich liebe Dich, mich reizt Deine schöne Gestalt;
    Und bist Du nicht willig, so brauch' ich Gewalt."
    "Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an!
    Erlkönig hat mir ein Leids getan!" -

    Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
    Er hält in Armen das ächzende Kind,
    Erreicht den Hof mit Müh' und Not;
    In seinen Armen das Kind war tot.

    Johann Wolfgang von Goethe

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    Noch einen schönen Abend und eine gute Nacht.