Beiträge von Hagiel

    Du hast es schon ganz gut beschrieben. Ich glaube, dass diese Zufriedenheit Momente sind, genau wie das Glück. Zufriedenheit ist, wenn man mit sich selber im Reinen ist. Das eben Geleistete ist gelungen, lässt mich aufatmen, das Päckchen an Aufgaben ist leichter geworden. Wenn es dann noch so gelungen ist, wie ich es mir vorstelle, perfekt. Für mich ist dieses Gefühl nur noch durch glücklichsein zu toppen.

    Zufriedenheit hinterlässt ein wohliges Gefühl und fühlt sich sooooo gut an. =)

    Ich muss schon sagen, obwohl dies ein wirklich schwieriges Thema ist, und viele dieses verdrängen, finde ich , dass es ebenso interessant ist. Sich alleine zu trauen darüber zu schreiben, und die verschiedenen Sichtweisen zu lesen ist es allemal wert, sich damit zu befassen.

    Ich habe schon sehr früh mit meiner Tochter über solche Dinge geredet, nicht zwanghaft, sondern immer mal wieder, weil es sich so ergab. Sie geht sehr offen damit um,(alleine ihr Beruf hat sie schon in jungen Jahren mit dem Tod konfrontiert). Vielleicht erleichter ich ihr sogar damit meinen Weggang, weil sie weiss, wie ich darüber denke. Wir haben sogar in entspannter Athmosphäre darüber gesprochen, wie ich mal beerdigt werden möchte. In was für einem Sarg, was für Blumen, und so weiter. Ich weiss, was im Sarg liegt ist nur noch mein Körper und hat dann mit mir nichts mehr zu tun.


    Ihr Süssen, alles wird gut. :wangenkuss:

    Das Ganze ist so komplex und auch wieder sehr schwierig zu erklären. Aber ich versuche es mal.

    Das Ganze hat mit Sippenhaft nichts zu tun. Deine Seele bleibt immer die Gleiche, mit der Ausnahme, dass Du mit jedem weiteren Leben dazu lernst. Um es mal in Deinen Worten zu sagen. Dieses Riesenarschloch ( sorry) hat vorher Scheiss gebaut, und in einem weiteren Leben lernst Du, wie es sich anfühlt mit diesen Auswirkungen zu leben mit all seinen Facetten der Trauer, des Schmerzes, vielleicht Einsamkeit. Halt all das, was wir gar nicht so gerne haben wollen. Dieses Riesenarschloch hat im vorherigen Leben in Saus und Braus gelebt, hat vielleicht Leute betrogen, Leute gedemütigt, sich über sie gestellt und und und. Er hat es ausgekostet. Jetzt ist er an der Reihe genau die Gefühle zu empfinden, die die gedemütigten Mitmenschen empfunden haben. Das gehört zum Gesamtpaket dazu. Und eines verrate ich Dir, vielleicht war es ja vorher eine Arschlöchin. :lach: :lach: :lach:
    Deine Seele wird als Frau und in einem anderen Leben als Mann hineingeboren um auch das mal kennenzulernen. Echt, ich finds genial.
    =)

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    Ich wünsche allen eine gute Nacht. :wangenkuss:

    Klar ist das ein für uns logisches Denken, wenn man in ein Zuhause geboren werden möchte, wo es einem gut geht. Wer möchte schon freiwillig in ein Unglück hineingeboren werden. Am liebsten hat man es mollig warm, möchte immer satt sein, am liebsten immer glücklich. Aber wo wäre da der Lernprozess? Das andere gehört eben auch dazu. Da ich der Meinung bin, dass man immer wieder geboren wird, erlebt man die ganze Palette der Gefühle auch nicht nur in einem Leben. Wer weiss, vielleicht hast Du dieses mollig warme ja schon gehabt und es ist an der Zeit, das weniger Angenehme zu erleben, weil Du bereit dazu warst. Wie schon geschrieben. Du entscheidest Dich dazu. Es gehört zu Deinem Reifeprozess. Schon mal darüber nachgedacht, warum Dir mancher Fremde bekannt vorkommt, obwohl Du ihn noch nie zuvor gesehen hast? Entweder hat man ein gutes Bauchgefühl oder nicht und man kann es sich nicht erklären? Gut, man könnte es auch spontane Sympathie oder Antipathie nennen. Aber könnte es auch etwas anderes sein?

    Die Frage, ob man Recht hat oder nicht, stellt sich nicht. Deine Seele hat ein Mitspracherecht. Du entscheidest mit, wann Du geboren wirst, wo Du geboren wirst. Du suchst Dir Deine Eltern aus. Ja, auch Eltern, die den Namen Eltern nicht tragen dürften.

    Es gehört zu Deiner Entwicklung dazu. Du erlebst Freud und Leid, und das formt Deine Seele. Ich weiss ganz genau, dass Du jetzt denkst, diese Hagiel hat einen an der Klatsche. Streite ich doch promt ab. :D

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    Das nicht Loslassen können bereitet Schmerz. Das Gefühl nicht gehen zu können, weil die Familie einen braucht, ist schlimm. Der Schritt vom Klammern zum sich Abfinden ist eine grosse Hürde. Ist dieser Schritt getan und man verinnerlicht dieses Unausweichliche, kann Frieden einkehren. Die Familie kann helfen, indem der Sterbende beruhigt wird und ihm das Gehen möglich gemacht wird, durch das Akzeptieren, dass es soweit ist. Das sind besondere Momente, die mit ganz viel Liebe einher gehen können und mit nichts vergleichbar ist. Das empfinde ich als Sterbebegleitung. Wer sich so verabschieden kann, und auch so verabschiedet wird, ist schon in einer besonderen Lage, denn leider ist es nicht immer möglich.

    Ich denke, es ist das Sterben selber was Angst macht. Keiner kann es sich aussuchen, (natürlich gibt es auch da Ausnahmen). Für diejenigen die an nichts mehr danach glauben, ebenso für diejenigen, die an ein Danach glauben.

    Weiterhin glaube ich, dass mit unserer Geburtsstunde auch unser Todeszeitpunkt feststeht.

    Hallo, liebe Selina!

    Dein Leben war nicht gerade einfach, von einer Bezugsperson, die Du gebraucht hättest, ganz zu schweigen. Um so beachtlicher finde ich es, dass Du durch Dein Kind Verantwortung für Dein Leben übernommen hast. Respekt.

    Hallo, lieber Johnny!

    Für Deinen Bericht bin ich Dir richtig dankbar, denn Du bist jetzt schon der Zweite, der schreibt, er sei dann mal zum Nachdenken gekommen. Genau , das ist der Knackpunkt, wo sich dann doch einiges zum Guten wendet. Mein Schatz sagt immer, wir haben einen Verstand, und ich sage, wir sind für u n s e r Leben verantwortlich, und das kann ich nur sein, wenn ich mich auch selber hinterfrage.

    Wenn ich selber resümiere, komme ich zu dem Schluss, wäre ich bei meinen Eltern geblieben, ich weiss nicht wo ich gelandet wäre. Bei allem, was ich erlebt habe, hat es mich doch zudem gemacht, was ich heute bin. Ich denke schon, dass ich heute ein glücklicher Mensch bin und mein Leben im Griff habe.