• TEST...TEST....


    Die Baustelle...



    Eigentlich wollte ich einen anderen Titel nehmen..

    Etwa: *Die drei Deppen auf der Baustelle*--aber da keiner etwas für seine *Handicaps* kann, habe ich obige Form gewählt.

    Wie bekannt, sind wir umgezogen. Und zwar in ein Haus, in dem noch viel zu tun ist. Vorübergehend wohnen wir in der Einliegerwohnung des Hauses.

    Aber wenn die oberen Stockwerke fertig sind, ziehen wir nach oben. Hagiel und ich haben dann unsere Wohnung im Erdgeschoss und über uns hat dann meine Tochter ihre eigene Wohnung.

    Wie geschrieben, es ist noch viel zu tun.

    Elektriker sind bald aktiv, der Klempner kommt demnächst und der Landschaftsgärtner hat auch schon geschaut was zu tun ist, denn um das Haus herum muss auch viel erneuert und umgestaltet werden.

    Momentan sind im Haus aktiv: Der Schreiner, der Laminat verlegt, Fußbodenleisten anbringt und Türen und Fenster kontrolliert, verbessert, erneuert usw. Ein echter Profi!! Hut ab !! Ebenso ein Meister seines Faches der Fliesenleger und Maurer ( und was er noch so alles kann!)

    Und meine Wenigkeit. Ich mache hauptsächlich Malerarbeiten: Tapezieren, Streichen usw. Auch mal eine Lampe aufhängen und sonstige Reparaturen.

    Wenn sie nicht arbeiten muss, ist Hagiel an meiner Seite und hilft sehr tatkräftig mit.

    Meine Aufgabe ist es auch, die Handwerker zu organisieren. Materialeinkäufe etc..

    Nun kommen die *Handicaps *:

    Hagiel und meine Tochter meinen, ich sei fast taub. Ich finde das ist wirklich übertrieben. Gut, ich gebe zu, ab und an höre ich etwas schlecht. Aber von Taub sein keine Spur. Dadurch, dass ich ab und an etwas schlecht höre, entstand hin und wieder ein kleines Problem. Der Fliesenleger/Maurer hat was an den Ohren! Denn er versteht noch weniger als wie ich, würde ich mal behaupten. Obwohl Hagiel behauptet, er würde in beiden Ohren Hörgeräte tragen. (Wahrscheinlich sind die Batterien leer, oder er trägt sie beim Arbeiten nicht!! Hagiel und des Handwerkers Weib tuschelten und dann sagte die Handwerkergattin sehr laut und deutlich zu ihm: *STEFAN, DU MUSST MIT IHM LAUT UND DEUTLICH SPRECHEN, DENN ER HÖRT ETWAS SCHLECHT, GENAUSO WIE DU...* Unverschämt!!

    Seine Antwort verstand ich nicht so richtig. Irgendein genuscheltes Gemurmel.

    Nun arbeiten wir zusammen. Ab und an müssen wir uns austauschen. Material-Fragen klären. Wie wo was gut ist und was nicht usw.

    Einer von uns redet, der andere versucht verzweifelt zu verstehen. Nickt, guckt den andern an, antwortet...und dann geht jeder wieder an seine Arbeit und fragt sich, was der andere wohl wollte.

    Nun haben wir uns auf eine Art Zeichensprache geeinigt. Brauche ich die Leiter ( die er hatte ) so deute ich auf die Leiter, auf mich und die Tür. Wenn er nickt, weiß ich die Leiter kann ich mitnehmen. Mit etwas guten Willen geht alles...

    Mit unserem dritten Mann auf der Baustelle ist es etwas anders.

    Obwohl ich, zugegebener Maßen, etwas schlecht höre und deswegen auch ab und an eigentlich nur ein *Genuschel* höre, erlebte ich:

    Der Schreinergeselle redet den ganzen Tag! Mit sich, den Schrauben, die er aus der Packung holt, liest laut, was auf der Fußleistenanbringungsschraubenpackung steht.

    Er redet und redet und redet! Von sieben Uhr morgens bis abends siebzehn Uhr. Am Anfang war ich total irritiert! Ständig war ich der Meinung, er frage mich etwas oder wollte mir etwas erklären. Ich fragte was sei, was er wolle. Er schaut mich verständnislos an und meinte, er habe nichts gesagt.

    Blöd war es, wenn ich im Nebenzimmer auf der Leiter stand! Ich war sicher er sagte etwas zu mir. Also stieg ich die Leiter runter, ging hin zu ihm um nachzufragen. Und um dann wieder erfolglos auf die Leiter steigen.

    Ab und an dachte ich auch, das er ständig telefoniere, bis ich dann still und heimlich die Leiter runterstieg und ihn beobachtete. Und dann war mir klar: Er führte Selbstgespräche! Sprach mit den Schrauben, dem Laminat, mit Türen und Fenstern.

    © Hippie


    Vor gar nicht langer Zeit war ich im Baumarkt.

    Suchte etwas in einem Regal. Da ich nun inzwischen Hörgeräte trage, hörte ich eine vertraute Stimme. Ich ging ums Eck in die nächste Regalreihe. Und da stand er, der Schreinergeselle und *unterhielt* sich mit einer Schachtel Schrauben, die er in der Hand hielt…


    © Hippie

    Ich bin...ich weiß nicht wer
    Ich komme...ich weiß nicht woher
    Ich gehe...ich weiß nicht wohin
    Mich wundert, dass ich so fröhlich bin...


    ( Unbekannter Dichter, Mittelalter )


    Meine Lebensgeschichte unterliegt selbstverständlich, wie alle von mir eingebrachten Geschichten,


    meinem ( Hippie's ) Urheberrecht -- § 7 UrhG.

    Einmal editiert, zuletzt von Hippie ()

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